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mein garten

"Jede Pflanze ist ein seltsamer , ein grandioser Einfall der Natur,
der einbezogen sein will in die Spannweite unseres inneren Lebens nach immer neuen Seiten hin."
Der Blick auf die Aussenwelt hilft mir, neu zu erkennen und zu verstehen wer ich bin.
In meinem Garten kann ich meiner innere Welt Ausdruck verleihen...."
Mein Garten wurde nicht geplant, sondern entstand in den letzten zehn Jahren aus einem einzelnen Blumenbeet, das die Liebe und Leidenschaft zum Gärtnern weckte. So kamen Jahr für Jahr neue Bereiche hinzu, bis dieses ursprüngliche Beet zu einem grossen Garten von ca. 1000 m² gewachsen ist.
Meine Garten wächst sozusagen mit mir und wiederspiegelt mein Selbst.
Zu meinem 40.Geburtstag wünschte ich mir nichts sehnlicheres , als meinen Traum zu verwirklichen und einen Buchsgarten anzulegen
Dies konnte ich dann im Frühling 2004 verwirklichen.
Helga Jetzer von Pianta Loca in Wildegg plante mit mir den Buchsgarten bis in jedes Detail und legte ihn mit grosser Sorgfalt an.
Vom ersten Augenblick an als ich Helga kennenlernte, verpürte ich, dass sie diesselbe Sensibilität der Natur , den Pflanzen und allen Lebewesen gegenüber in sich trägt, die mir so Nahe ist.

Die Natur hat dem, was man Seele nennt, ein dünnes Futteral gegeben- dieses Futteral ist spürbar , wenn man die Seele dahin öffnet!

Die Buchsbaumkrankheit und meine HWS-Operation im 2008 war der Anfang zum Aufbruch und Neuorientierung.
Meine innere Veränderung wiederspiegelte sich schliesslich auch in meinem Garten.
Im Frühling 2009 trennte ich mich definitiv von meinem kranken Buchs, das war ein Prozess der Zeit brauchte und auch sehr weh tat....
Wieder stand mir Helga Jetzer von Pianta Loca mit Rat und Tat zur Seite .
Ich entschied mich, die Beeteinfassung mit Eibe und Lonicera Tibet zu gestalten.
Die Eibe hat für mich etwas sehr geheimnisvolles, mystisches an sich und das Lonicera Tibet wirkt dazu gerade heiter und verspielt und gibt mir soviel Leichtigkeit und innere, seelische Kraft zurück, die mir so sehr gefehlt hat, in den letzten Jahren.Dies wird mir erst jetzt so richtig bewusst.
Der Garten ist mein immergrüner Held. Er wird mit mir alt, er ist zäh und überdauert Verletzungen und Zerstörung. Wenn der Garten winterlich kahl ist, lässt das Grün der Eiben hecke und des Lonicera Tibet mich an die Wiederaufstehung des Frühlings glauben.
Einmal im Jahr, meist vor Johanni schneide ich meinen noch verbleibende Buchsbäume, die Eiben hecke und die Lonicera Tibet, die mein Gemüsegarten umranden. Die Gartenarbeit ist eine für mich inspirierende Zeit.....
Es ist eine so geschäftige Arbeit, die sich lange hinzieht, meine Sinne frei macht und auch meine Gedanken.
Während ich mich so im Rhythmus durch den Garten arbeite, nimmt man sehr viel wahr,
Düfte die durch den Garten ziehen, Vogelstimmen und Insektengesumm.

So manches ist schon aus dieser Zeit entstanden.

Im 2010 / 2011 inspiriert durch Helga Jetzer, Wolfgang Oehm und Forster hielten immer mehr Gartengräser Einzug in meinen Garten.
Wichtig ist mir dabei vorallem, dass der Garten nicht mit der Wirkung der Natur konkurriert,
sondern er muss sie Unterstützen.
Der Weg in die Natur wird nun durch meine Gräser vorgebahnt.
Mit seinen wunderschönen im Wind spielenden Gräser und dem Hauch Naturhaftigkeit, fliesst mein Garten nun in die Bünzauenlandschaft mit ein.

www. buenzaue.ch
oberdorfweg 24
5103 Möriken